Gedanken
zum Informationsstand für Senioren
Es ist gar nicht leicht, diesen Begleittext zu unserem Informationsstand für Senioren zu schreiben, denn für uns selbst sind viele Fragen offen: Worauf sollen wir uns einstellen? Welche Fragen, Probleme werden an uns herangetragen? Welchen Menschen werden wir dort begegnen?
Ich
möchte daher hier nur einige Themenkreise des Alterns herausgreifen, für die
PsychotherapeutInnen fachliche Kompetenz anbieten können.
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Das Alter
stellt uns vor neue Aufgaben. Wir müssen mit vielfältigen Verlusten körperlicher
und sozialer Art fertigwerden. Wir müssen lernen zu akzeptieren, was wir sind,
was wir waren und was wir nicht waren.
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Lebenslang
verdrängte seelische Verletzungen, verschüttete Gefühle (die aber „im
Dunkeln“ weitergegärt haben) können gerade dann aufbrechen, wenn wir ein
ruhiges, beschauliches Alter erhoffen. Das Alter ist die Zeit des „Aufarbeitens“
der Vergangenheit.
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Das Alter wird
von vielen auch als Chance für geistige Weiterentwicklung und seelische Reifung
gesehen. Die tiefe Auseinandersetzung mit sich selbst im therapeutischen Dialog
fördert dieses Anliegen.
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Wie in jeder
anderen Lebensphase auch, gibt es seelische Leidenszustände (Depressionen,
psychosomatische Beschwerden, unerträgliche Ängste, ...), die der Behandlung
bedürfen. Verhalten, das ein Leben lang das Selbstwertgefühl vermindert hat,
kann auch an der Schwelle zum hohen Alter mit therapeutischer Hilfe noch verändert
werden.
Diese
exemplarischen Gedanken erschöpfen das Thema „Altern“ sicher noch lange
nicht, aber sie sollen anregen und neugierig machen. Wir freuen uns darauf, uns
mit Ihnen auszutauschen.